Roter Basilisk, Amalgmatio

Als Symbol für die Amagation (Verbindung) kann der Basilisk in der Alchemie auftreten. 

 

 

Amalgmatio (Amalgation/Verbindung)

So nun der drakh gestorben ist

so mach darauß ein basilisc

dießen basilisgen nun

solt du mit spiegeln töden thun

 

Aus: Gamper, Rudolf / Hofmeier, Thomas, Das Alchemiehandbuch des Appenzeller Wundarztes Ulrich Ruosch, Basel 2002, S. 34.

https://www.secret-basel.ch/publikationen/alchemiehandbuch/

Michael Maier, Chymisches Cabinet 1708

Das schönste Emblembuch der Alchemie, und eines der schönsten überhaupt, ist die Atalanta fugiens von 1617/1618. Wie durch ein Wunder haben die Kupferplatten der 50 herrlichen Abbildungen den Dreissigjährigen Krieg überdauert und konnten 1708 für die deutsche Übersetzung des berühmten Werkes wieder eingesetzt werden. 

Schöpfer dieser Kupferstiche, der grössten Bilderreihe der Alchemie, war Matthäus Merian der Ältere. Mit ihnen und einigen anderen seiner Meisterwerke hat Merian eine neue Bildersprache der Alchemie entworfen, die für Jahrhunderte nachwirkte.

 

Dazu: Thomas Hofmeier, Michael Maiers Chymisches Cabinet. Atalanta fugiens deutsch nach der Ausgabe von 1708, Kleine Alchemische Bibliothek 1 (KAB 1), Leonhard-Thurneysser-Verlag, Berlin & Basel 2007.

Quinta Essentia 1570 und 1574

Mit der ersten Ausgabe seiner Quinta Essentia aus dem Jahr 1570 war Leonhard Thurneysser nicht zufrieden. Der Grund für seine Unzufriedenheit ist leicht zu erkennen, wenn man die Bidler der 1570er Ausgabe mit denen der zweiten, weitaus besseren Ausgabe von 1574 vergleicht. Statt schräg auf den Seiten hängenden, schwammigen und unscharfen Kupferstichen weist die neue Ausgabe präzise geschnittene und sauber gedruckte Holzschnitte auf.

 

Hier das Bild zum zweiten Kapitel ‹Alchemia die Kunst redt› mit der personifizierten Alchemie (Frau Alchimia) in ihren Laboratorium.

       

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Alt und neu: Viersäftelehre

Viele Darstellungen aus der Alchemie werden wir auch in 100 Jahren nicht verstehen. Andere sind zwar allegorisch verschlüsselt, aber mit etwas Übung zu knacken. 

Einige sind ganz offensichtlich und lassen sich vom Figürlichen ins Schematische übersetzen: 

Hier ein Beispiel aus Leonhard Thurneyssers Quinta Essentia von 1574: 

Leonhard Thurneysser, Quinta Essentia, 1574, S. 162.

 

Moderne Umsetzung der des obigen Holzschnitts.

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Leonhard Thurneysser Quinta Essentia 1574

Diese Bilder veröffentliche Leonhard Thurneysser 1574 in seiner Quinta Essentia (2. verbesserte Auflage). Sie gehörten damals zum Innovativsten, was an alchemischen Bildern zu haben war. 

 

Bilder aus: 

Leonhard Thurneysser: Quinta Essentia, Das ist, Die höchste subtilitet, krafft, und wirckung, beyder der fürtrefflichsten, und menschlichem geschlecht am nützlichisten Künsten, der Medicin und Alchemy, Auch wie nahe diese beyde, mit sipschafft gefreund und verwandt sind, Und das eine ohn beystandt der andern nicht nütz sey, oder in den menschlichen cörpern zu wircken kein krafft habe. Vergleichung der alten und newen Medicin, und wie alle subtiliteten ausgezogen, die Element geschieden, alle Corpora gemutirt, und das die Minerischen Corpora allen andern simplicibus, es sein Kreuter, wurtzeln, Confect, Steine, etc. nicht allein gleich, sondern an krefften, aus und jnnerhalb menschlichs cörpers, uberlegen seyen. Jetzt von newem, sampt eröffnung der vertunckelten sententz, wort und namen, gemehret und gebessert, Durch Leohnhart Thurneisser zum Thurn. Leipzig, Officina Voegeliana für Hans Steinmann, 1574. 2°; 240 S.

Vollständig herausgegeben in:

Thomas Hofmeier, unter Mitarbeit von Daniel Arpagaus

Leonhard Thurneyssers Quinta Essentia 1574. Ein alchemisches Lehrbuch in Versen
Kleine Alchemische Bibliothek 2 (KAB 2), Leonhard-Thurneysser-Verlag, Berlin & Basel 2007, 282 Seiten, 57 Abbildungen.
Direkt bei secretBasel bestellen!

Dazu: 

Thomas Hofmeier
Rufmord ∙ Leonhard Thurneysser 1531 –1596 – 2012
secretBasel 5, Leonhard-Thurneysser-Verlag Berlin & Basel, 2012, 104 Seiten, 29 Abbildungen, davon 10 farbig
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Rosarium Philosophorum 1610 in Basel

Die 20 Bilder des Rosarium Philosophorum erschienen nach dem Erstdruck von 1550 drei mal in Basler Sammeldrucken zur Alchemie.

1572 in Auriferae artris, 1593 und 1610 in Artis auriferae. Ein viertes Mal gelangten die Holzschnitte in Morgensterns, Turba, 1613 in den Druck. 

Sie weichen in manchen Kleinigkeiten vom insgesamt unsorgfältigen und fehlerhaften Erstdruck ab.

 

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