Münster nach Streuber 1854

Basel feiert dieses Jahr 1000 Jahre Münsterweihe. Das ältere Münster war beim Ungarensturm 917 zerstört worden. 
Kaiser Heinrich II. bezahlte den Wiederaufbau und beschenkte die Kirche reich. Was wir heute als ‹unser› Münster so sehr schätzen ist allerdings nicht mehr das Heinrichsmünster, denn dieses fiel 1356 dem grossen Basler Erdbeben zum Opfer. 

 

Ansicht des Basler Münsters aus Streuber 1854 (zwischen S. 268 und 269).

 

Streuber, Wilhelm Theodor, Die Stadt Basel, historisch-topographisch beschrieben, Basel 1854, vor S. 269 (Originalbild ca. so gross wie eine Jasskarte).

Ansicht von Basel, Streuber 1854

Das Original dieser Stadtansicht hat etwa die Grösser einer Jasskarte.

 

Ansicht von Basel aus Streuber 1854 (Frontispiz).

 

Streuber, Wilhelm Theodor, Die Stadt Basel, historisch-topographisch beschrieben, Basel 1854, Frontispiz.

Barfüsserkirche vom Kloster zum Museum

Die beiden Pläne aus dem Festbuch zur Gründung des Historischen Museums zeigen zwei Zustände im 19. Jahrhundert.
Wir haben den Plan des Museums aus dem Jahr 1894 kurzerhand in blaue Striche verwandelt und über den älteren Zustand des Klosters gelegt. Auch wenn die beiden Pläne nicht ganz passgenau übereinander zu liegen kommen, wird deutlich wo und was geändert worden ist. Da aktuell gerade wieder am Musiksaal gebaut wird, kann bald eine weitere Ebene beigefügt werden.

Montage aus den zwei Plänen: Festbuch zur Eröffnung des Historischen Museums, Basel 1894 (Verlag E. Reich).

Barfüsserkirche & Umgebung im 19. Jh.

Zur Eröffnung des Historischen Museums Basel 1894 in der Barfüsserkirche erschien ein Festbuch mit zwei Faltplänen. Auf dem einen war das neue Museum in seiner Umgebung zu sehen. Der andere zeigt die Barfüsserkirche und das Barfüsserkloster noch im alten Zustand vor den verschiedenen Umbauten im 19. und 20. Jahrhundert. 

 

Im Plan ausgewiesen sind: 

Barfüsserkirche & Umgebung zu Anfang des XIX. Jahrhunderts
Massstab 1 : 500.
Lith F. Bruderer Basel.       Cöl. Stadelmann fec. 1894.

[Im Plan] Gerbergasse, Kohlenberg, Barfüsserplatz, Weisse-Gasse, Streitgasse, Freie-Strasse, Spitalgässlein, Luftgässlein, Steinenberg, Stadtgraben, Kasernenplatz, Blömleinkaserne (Steinenkloster), Pfarrhaus St. Elisabeth, Rossmarkt, Birsig, Steg über den Birsig, Wasserthurm, Aeschen-Schwibogen. 

Legenden [im Plan mit Nr.]

1. Zollstüblein.
2. Knabenschulhaus.
3. Comptoir & Spendestube des Almosenschaffners.
4. Oben Wohnung des Spitalpfarrers, unten Maedchenschule.
5. Wohnung des Schaffners.
6. Waschhaus der Schaffnei.
7. Höflein der Schaffnei.
8. Oben Wohnung des Schaffners, unten Almosenwohnungen.
9. Gärtlein der Schaffnei.
10. Schullehrergärtlein.
11. Pfarrgärtlein.
12. Wohnung des Spitalpfarrers.
13.  Eingang ins Almosen.
14. Almosenwohnungen.
15. Oben Wohnung des Schaffners, unten Almosenwohnungen.
16. Hof des Almosens.
17. Spitalgarten.
18. Schilthof.
19. Spital.
20 Barfüsserkirche.

Exemplar aus dem Historischen Museum: Festbuch zur Eröffnung des Historischen Museums, Basel 1894 (Verlag E. Reich).

Barfüsserkirche & Umgebung 1894

Zur Eröffnung des Historischen Museums Basel 1894 in der Barfüsserkirche erschien ein Festbuch, dem zwei grosse Faltpläne beigelegt waren. Der eine zeigt die Barfüsserkirche samt Umgebung im Jahr 1894, der andere dasselbe Motiv aber anfangs 19. Jahrhundert. 

 

Auf dem Plan sind folgende Dinge ausgewiesen: 

Barfüsserkirche & Umgebung 1894.
Massstab 1 : 500.
Lith F. Bruderer Basel.       Cöl. Stadelmann fec. 1894.
Barfüsserkirche (Historisches Museum), Stadtcasino, Musiksaal, Theater Kunsthalle, Bureau & Abwartwohnung des historischen Museums, Schilthof. Barfüssergasse, Barfüsserplatz, Elisabethenstrasse, Freie-Strasse, Gerbergasse, Kaufhausgasse, Klostergasse, Kohlenberg, Steinen-Vorstadt, Steinenberg Tramgeleise, Streitgasse, Theaterstrasse, Weisse-Gasse. 

Plan aus: Festbuch zur Eröffnung des Historischen Museums, Basel 1894 (Verlag E. Reich).

Exemplar: Barfüsserkirche & Umgebung 1894. 1894. Universitätsbibliothek Basel, VB A2:2:36, http://doi.org/10.3931/e-rara-24112 / Public Domain Mark.

Basel bei Simler, Paris 1577

Simlers Buch über die Eidgenossenschaft wurde sogar in Paris nachgedruckt, wobei man die schönen in Zürich gedruckten Stadtansichten brav ‹abkupferte› (abholzschnitzte wäre korrekt). 
Passend zum Seitenformat wurden die Bilder in Paris auf quadratisch getrimmt, während sie im Zürcher Original noch doppelseitig und breit-rechteckig waren.

Das Buch: Josias Simler, De Helvetiorum Respublica, Pagis, Foederatis, Stipendiariis Oppidis, Praefecturis, Foederibus tum domesticis, eorumque origine ac legibus, tum externis, … , Paris 1577, das Bild steht auf S. 69.  

Basel bei Simler 1576

Aus der gleichen Familie der Stadtansichten wie Stumpfs Basel-Bild von 1548 stammt das in vielen verschiedenen Ausgaben veröffentlichte Bild bei Josias Simler, dessen Buch über die Eidgenossenschaft in Lateinisch, Deutsch und Französisch zigfach aufgelegt worden ist. 

Hier die Ansicht Basels aus der deutschen Ausgabe, Zürich 1576.

 

 

Josias Simler: Regiment Gemeiner loblicher Eydgnoschafft. Beschriben und in zwey Bücher gestellet durch Josiam Simler von Zürych: Jetzo aber von newem übersehen, unnd an vilen orten gemehret und verbesseret, Zürich, Christoph Froschauer, 1576. , fol. 260, 13 doppelseitige Tafeln.

Für ein PDF des ganzen Buches: 
Simler, Eidgenossenschaft, 1576.pdf

Von den Rauracern 1548

In der Schweizer Chronik von Johannes Stumpf kommt eine etwas schematische aber dennoch schöne Ansicht von Basel vor. 

Deutlich zu erkennen sind die Stadttore: Spalentor, Steinentor und Aeschenntor. Sehr prominent dargestellt sind die Kirchen und Klöster. 
Man traut es sich kaum zu sagen, aber das Buch wurde in Zürich gedruckt. 

 

 

Für das ganze Buch: http://doi.org/10.3931/e-rara-16970 

Barfüsserkloster nach Merian-SW

Das Barfüsserkloster mitten in der Stadt erscheint auf mehreren von Merians Stadtansichten prominent, mit jeweils verwirrenden Abwandlungen. 
Merkwürdig verkantet wirkt das Kloster mit dem Kreuzgang sowie die Sakristei im Verhältnis zur mächtigen Kirche. Am Kirchenbau, Langschiff und Langchor, stört das fehlen des wichtigsten Merkmals: Der Länge. Die Barfüsserkirche ist mit ihren 80m die längste mittelalterliche Kirche Basels und insgesamt eine imposante Erscheinung. Hier ist sie um einiges kürzer geraten, als sie in Wirklichkeit war und ist.

 

 

 

 

Für das ganze Bild: 

Münster und Barfüsserkirche

Das mächtige Münster im Vordergrund zieht den Blick auf sich, es steht an erhöhter Lage auf dem Münsterhügel und ist in diesem Kupferstich erst noch leicht überhöht dargestellt. 
Trotz der münsterlichen Wucht, sticht eine zweite Kirche ins Auge. Die mit 80 Metern längste Kirche Basels trumpft mit ihrem ausserordentlich hohen Chor samt elegantem Dachreiter auf – die Barfüsserkirche steht im tiefen Tal und reicht dem Münster dennoch bis zum Giebel. 

 

Merian, Basel in Profilansicht 1642, Detail.

 

 

Für das ganze Bild: